Moore

Moore liegen vor allem in Gegenden, in denen die Niederschlagsmenge mehr als 700 mm/m² im Jahr beträgt. In Skandinavien sind oft ganze Landstriche davon betroffen. Es gibt 3 Charaktere von Mooren:
- Flach- oder Niedermoore,
- Zwischen- oder Übergangsmoore und
- Hochmoore.
Ein Flach- oder Niedermoor entsteht, wenn Pflanzen in einem See absterben und auf den Grund sinken. Jedoch verrotten die Reste nicht, weil zu wenig Sauerstoff im Wasser ist. Der See füllt sich langsam aber sicher mit den abgestorbenen Pflanzen auf. Zwischen- oder Übergangsmoore bilden sich, wenn bei Flach oder Niedermooren Torfmoose anfangen zu wachsen und dadurch die Bodenfeuchtigkeit erhöht wird. Die Moose überwuchern nach einiger Zeit die anderen Pflanzen und ersticken sie. Danach ist der Boden sehr durchnäßt und sauerstoffarm. Es bilden sich Schichten aus unvollständig zersetzten Pflanzen, die man Torf nennt. Hochmoore nennt man Moore, in denen eine große Pflanzendecke den Kontakt zum Untergrund verloren hat. Sie bezieht ihr Wasser ausschließlich aus dem ausreichend vorhandenen Niederschlag sowie Nährsalz aus dem Flugstaub. Ein vollständig entwickeltes Hochmoor kann in Hochfläche und Randgehänge gegliedert werden. Die Hochfläche ist meistens keine Ebene, sondern hat viele Erhebungen und Vertiefungen. Die Vertiefungen sind oft mit Wasser gefüllt, das bräunlich (Humus) gefärbt ist. Die Hochfläche geht am Rand ins "Randgehänge" über, das meist bewaldet ist. Schwedens Moore sind meist 10 000 Jahre alt. Der Moorboden konzentriert alles und dient so als hervorragendes Archiv mit Daten über Wetterverhältnisse und Wachstumsperioden. Das Moor ist insektenreicher Lebensraum vieler Tiere: Brutgebiet vieler Vögel, wie Kraniche, Lachmöwe und Graugans aber auch Lebensraum für Elche, Rentiere, Marder und Fischotter oder Biber.